Feinschweißen in der Restaurierung mit dem PUK® Feinschweißen in der Restaurierung mit dem PUK® Feinschweißen in der Restaurierung mit dem PUK®

Feinschweißen in der Restaurierung mit dem PUK®

Von Goldschmieden für Restauratoren entwickelt

Leicht abgewandelt trifft der Slogan des PUK®, „Von Goldschmieden für Goldschmiede entwickelt“, den Kern der bahnbrechenden Entwicklung von Lampert Werktechnik GmbH eigentlich noch besser. Zumindest für den Metallrestaurator.

Musste bislang beim Hartlöten von historischem Silber damit gelebt werden, dass ein gravierender Eingriff in die Substanz stattfand, dessen thermische Auswirkung den Verlust von Patina und gewachsenen Altersspuren mit sich brachte, so bietet das PUK®-Feinschweiß-System im Vergleich dazu die Möglichkeit minimal invasiver Eingriffe bei gleichzeitig annähernd hoher Festigkeit der verbundenen Teile. Es ergeben sich mithin ganz neue Ansätze in der Metallrestaurierung, „…Metall auftragen, Werkstücke vor dem Löten fixieren, Ösen verschweißen, Poren verschließen, Nähte herstellen, Schweißen von Silber und vieles mehr – kein Problem mit dem PUK®. Ideal auch für Schweißungen in unmittelbarer Nähe von Steinen und Perlen.“[1] und dies gilt, neben Silber oder Gold, auch für weitere Metalle wie Stahl, Messing oder Zinn.

Gerade im Bereich der sakralen Goldschmiedekunst, in der noch häufig bedeutende Objekte seit ihrer Entstehung unverändert im liturgischen Gebrauch und somit einer gewissen Abnutzung ausgesetzt sind, war es bei Rissen oder Brüchen des Materials bislang nur möglich mit Nietverbindungen oder hinterlegten Klebungen zu arbeiten, wollte man nicht die Substanz mit einer Hartlötung unwiederbringlich verändern. Beides aber, Nieten wie auch Kleben, sind Lösungen von nur geringer Haltbarkeit und Nachhaltigkeit und daher bei liturgischem Gerät, dass sich im Gebrauch befindet, eher wenig geeignet.

Das Kloster Heiligkreuztal besitzt eine Reliquie des „wahren“ Kreuzes, um die sich verschieden Gründungslegenden des Klosters ranken[2]. Ihr wird auch heute noch besonderer Verehrung zuteil. Das Reliquiar von Franz Thaddäus Lang (Augsburg, um 1734) dient bei besonderen Anlässen als Schaugefäß für diese Reliquie. Das bedeutende Stück ist annähernd unverändert in unsere Zeit gekommen und zeigt dementsprechend Spuren des Gerbrauchs. So schlug Lang das Silber am Fußrand so dünn aus, dass es, wie das Geranke um das Schaugefäß, nun an mehreren Stellen eingerissen war.

Der PUK® bietet die Möglichkeit, Defekte an historischem Silber nachhaltig so zu beheben, dass die vorhandene Patina oder Feuervergoldung nicht in Mitleidenschaft gezogen wird. Die beim „Pukken“ im Umkreis der Schweißstelle entstehenden Temperaturen[3] sind so gering, dass die zu verschweißenden Teile mit den Fingern gehalten werden können, eine Modifikation des Gefüges also nur unmittelbar an dem Schweißpunkte stattfindet.

Wir wurden mit der diffizilen Restaurierung beauftragt und konnten die Risse an diesem bedeutenden Objekt mit dem PUK® schweißen, ohne dass die Feuervergoldung in Mitleidenschaft gezogen wurde. Das mittlere Bild zeigt den Riss am Fußrand vorher, das rechte Bild nach dem Feinschweißen.

[1] http://www.lampert.info/de/produkte/schmuck/puk-4-1

[2] http://www.schloesser-und-gaerten.de/monumente/kloester/kloster-heiligkreuztal/wissenswert-amuesant/anekdote/

[3] Vgl. hierzu auch „The reconstruction and conservation of an important 16th century Limoges enamel tazza, signed ICDV”, Jos Houbraken, Roel Houbraken. In 4th biennial experts‘ meeting on enamel on metal conservation, 14th-15th June 2012, Museu d’Història de Catalunya, Barcelona : Extended abstracts. Seite 133

Laden Sie hier die Dokumentation zu diesem Projekt als PDF-Datei herunter

Bildquelle PUK®: Lampert Werktechnik GmbH

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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